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Ich bin bereits
in einem Hausarztprogramm eingeschrieben. Bekomme ich trotzdem die Bonuszahlung?
Ja. Über die Höhe und mögliche zusätzliche Zuwendungen fragen Sie
bitte Ihre Krankenkasse
Erhöht
sich mein Zeitaufwand?
Nicht unbedingt. Sie sollten natürlich alle mit Ihrem Arzt vereinbarten Termine
wahrnehmen. Weitere Maßnahmen, wie z. B. Angebote zur Gesundheitsförderung
oder Informationsveranstaltungen können Sie individuell mit Ihrem Arzt absprechen.
Muss ich meinen
Arzt wechseln, um an einem DMP teilnehmen zu können?
Die Teilnahme an einem DMP-Programm ist nur mit ausgewiesenen DMP Ärzten möglich.
Das heißt, der Arzt nimmt regelmäßig an vorgeschriebenen Qualifikationsmaßnahmen
teil. So ist sichergestellt, dass Sie eine Behandlung nach dem aktuellsten wissenschaftlichen
Stand erhalten. Nimmt Ihr Arzt nicht an dem DMP teil, kann Ihre Krankenkasse Ihnen
teilnehmende Fachärzte nennen. Ein Hausarztwechsel ist daher nicht erforderlich.
Warum nimmt mein Hausarzt nicht am DMP teil?
Es müssen vom Hausarzt Kurse vor der Teilnahme absolviert werden und er muß
sich verpflichten, die Meldebögen korrekt und zeitnah auszufüllen. Für
manche Ärzte stellt dieser gering entschädigte Aufwand eine nicht zu leistende
Hürde im Praxisalltag dar.
Warum muss man sich extra in ein Programm einschreiben?
Mit Ihrer Einschreibung wird sichergestellt, dass alle für Sie wichtigen Fachleute
informiert sind und Sie in den Genuss der Vorteile des Programms kommen.
Aus Gründen des Datenschutzes wird von Ihnen eine
gesonderte Einverständniserklärung gebraucht. Die wichtigsten Daten Ihrer
Behandlung müssen wissenschaftlich ausgewertet werden können. Dies schreibt
der Gesetzgeber vor, um die Qualität der Programme zu sichern.
Was passiert, wenn ich aus
Krankheitsgründen zum Beispiel an einer Schulung nicht teilnehmen kann?
Das ist kein Problem. Die Schulungen werden regelmäßig angeboten. Sie können
dann teilnehmen, wenn Sie wieder auf den Beinen sind. Informieren Sie in jedem Fall
Ihren Arzt über eine Verschiebung der Schulung.
Muss ich bei einer Programmteilnahme
immer an Schulungsmaßnahmen teilnehmen?
Prinzipiell ja - einmalig über 6 Stunden. Sollten Sie jedoch z.B. im Rahmen einer
Rehamassnahme geschult worden sein oder sieht der einschreibende Arzt keine Notwendigkeit
für eine Schulung, kann er dies vermerken.
Wie kann ich die Teilnahme
an einem DMP beenden?
Die Teilnahme am DMP ist freiwillig und kostenlos. Wenn Sie nicht länger am DMP
teilnehmen möchten, können Sie uns Ihre Entscheidung jederzeit mitteilen.
Ein kurzes Schreiben genügt. Die Teilnahme wird dann zum Tag des Eingangs des
Schreibens beendet oder zu einem von Ihnen bestimmten zukünftigen Zeitpunkt.
Kann ich an mehreren DMPs
teilnehmen, zum Beispiel am DMP COPD und DMP Diabetes mellitus Typ 2?
Wenn Sie an beiden Erkrankungen leiden, können Sie sich auch in beide Programme
einschreiben.
Gehe ich durch die Teilnahme
eine besondere Verpflichtung ein?
Nein. Gewünscht wird nur, dass Sie die Behandlung im Rahmen Ihrer Möglichkeiten
aktiv unterstützen. In einem DMP wird Sie Ihr Arzt möglicherweise stärker
in die Behandlung einbeziehen. Sie können dadurch mehr über Ihre Erkrankung
erfahren und die Therapie durch Ihr Alltagsverhalten unterstützen.
Wie werden meine Daten geschützt?
Der behandelnde Arzt füllt regelmäßig eine ausführliche Dokumentation
mit Ihren Behandlungsdaten aus. (Eine Kopie davon erhalten Sie, damit Sie jederzeit
den Überblick über den Stand Ihrer Behandlung haben und wissen, welche Daten
vorliegen…? Demnächst ist möglicherweise eine elektronische Dokumentation,
wohl ohne Kopie an den Patienten, geplant). Diese Daten werden an ein wissenschaftliches
Institut zur Auswertung weitergeleitet. Der einzelne Teilnehmer bleibt dabei anonym.
Auch die Krankenkasse erhält einen Teil der Dokumentationsinhalte, um Sie optimal
im Programm begleiten zu können. Ausführliche Informationen zum Datenschutz
sind übrigens den Einschreibeunterlagen beigefügt.
Warum hat die Krankenkasse ein so großes Interesse an meiner Teilnahme am DMP?
Die Bundesregierung hat eine Verknüpfung von DMP
mit dem Risikostrukturausgleich (RSA) eingeleitet. Durch den Risikostrukturausgleich
erfolgt ein Finanzausgleich innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherungen von Kassen
mit überwiegend jungen, einkommensstarken Versicherten ohne Kinder hin zu Kassen
mit überwiegend alten, einkommensschwachen Versicherten.
Mit den Disease-Management-Programmen erfolgt im RSA
erstmals auch ein Transfer, der die Dauer und Schwere einer Erkrankung berücksichtigt.
Jeder Versicherte, der sich in ein Disease-Management-Programm einschreibt, wird für
seine jeweilige Krankenkasse gesondert im RSA berücksichtigt. Das heißt: Die Kasse erhält für Ihre Teilnahme
zusätzliches Geld!
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