|
. |
Die richtige
(erfolgversprechende) Auswahl der Methode:
Folgende Kriterien sind zu beachten:
|
1. |
Je früher nach dem Auftreten
der Allergie die Hyposensibilisierung anfängt, desto besser. Bei Kindern
kann die Therapie ab dem 6. Lebensjahr durchgeführt werden (keine Altersbeschränkung
bei Insektengift -Hyposensibilisierungen), nur in Ausnahmefällen empfiehlt
sich eine Behandlung nach dem 50. Lebensjahr. |
|
2. |
Bei allergischem Asthma darf
keine wesentliche Einschränkung der Lungenfunktion vorliegen. |
|
3. |
Es sollten nicht mehr als
2 Allergengruppen krankmachende Wirkung haben, bei Sensibilisierungen gegen
eine Vielzahl von Umweltallergenen kann nur mit eingeschränkter Erfolgsaussicht
gegen die Hauptallergene hyposensibilisiert werden. Dann ist normalerweise
eine medikamentöse Therapie angezeigt und auf die Hyposensibilisierung
sollte verzichtet werden. |
|
4. |
Vor Beginn der Therapie muß
eine Übereinstimmung zwischen den Ergebnissen des Hauttestes, positiven
Blutuntersuchungen (Nachweis von spezifischen Allergieantikörpern) und
entsprechenden jahreszeitlich passenden typischen Krankheitssymptomen bestehen. |
|
5. |
Während der Therapie
sind zusätzlich Maßnahmen zur Allergenvermeidung oder zur ausreichenden
medikamentösen Therapie erforderlich, da sie die Erfolgsquote der Therapie
weiter erhöhen. |
|
6. |
Die Ausprägung der Symptome
sollten den Aufwand der Therapie rechtfertigen. |
Dies spricht
gegen eine Hyposensibilisierungs-Therapie:
-
Eine geplante Schwangerschaft;
bei schwangeren Frauen sollte eine Hyposensibilisierung nicht begonnen bzw. unterbrochen
werden.
-
Eine gleichzeitige Therapie mit
bestimmten Medikamenten gegen Bluthochdruck oder gegen manche Herzerkrankungen.
Sprechen Sie bitte alle Medikamente an, die Sie regelmäßig einnehmen.
Das sollten
Sie bei einer Therapie beachten:
-
Gelegentlich können allergische
Nebenwirkungen auftreten: Rötung, Schwellung und Juckreiz an der Einstichstelle,
Fließschnupfen oder Augentränen, Quaddelbildung der Haut, Juckreiz an
Handtellern, Fußsohlen oder unter der Zunge, Unwohlsein, Hustenreiz oder
Atembeschwerden. Ernsthafte Nebenwirkungen wie Luftnot oder lebensbedrohliche Kreislaufbeschwerden
sind extrem selten und treten dann meist kurz nach der Injektion auf. Um eventuell
auftretende Nebenwirkungen sofort behandeln zu können, sollten Sie nach jeder Spritze noch 30 Minuten in der Praxis warten. Melden Sie sich selbstständig sofort bei den Arzthelferinnen,
wenn Sie eine der genannten Reaktionen bei sich beobachten.
-
Bei zwischenzeitlichen Verschlimmerungen
eines Asthmas oder bei fieberhaften Infekten sollte die Therapie unterbrochen werden.
-
Teilen Sie dem behandelnden Arzt
vor jeder Spritze mit, wie Sie die vorangegangene Spritze vertragen haben.
-
Nach einer Spritze sollten Sie
für einige Stunden keinen Sport treiben.
-
Sprechen Sie mit dem behandelnden
Arzt während der Therapie über relevante Änderungen Ihres Gesundheitszustandes,
über Änderungen bei Ihren Dauermedikamenten oder über geplante Impfungen.
|
. |