Lungenfibrose

Lungenfibrose
Was ist eine Lungenfibrose?
Eine Vermehrung von Bindegewebe in der Lunge nennt man Lungenfibrose. Dabei wird die normalerweise extrem dünne Wand der einzelnen Lungenbläschen deutlich dicker. Der Sauerstoff kann nur noch schwer von der Atemluft durch die verdickten Wände der Lungenbläschen ins Blut zu gelangen. Damit wird es für die Lunge schwieriger ihre Aufgabe zu erfüllen, nämlich den Körper mit Sauerstoff zu versorgen.

Wie entsteht eine Lungenfibrose?
Es gibt für die Entwicklung einer Fibrose der Lunge keinen einheitlichen Auslöser. Vielmehr scheinen unterschiedliche Ursachen zu einer im Ergebnis gleichartigen Reaktion der Lunge zu führen, nämlich der bindegewebigen Umwandlung der Lunge. Dazu gehören so unterschiedliche Dinge wie chronische allergische Reaktionen der Lungenbläschen, z. B. bei Taubenzüchtern mit Taubenallergie, chronischer Kontakt mit Asbest oder Folgen einer Bestrahlung der Lunge, z. B. nach Behandlung eines Lungentumors. Häufig aber läßt sich eine eindeutige Ursache der Erkrankung auch nicht erkennen.
Muß eine Lungenfibrose behandelt werden?
Behandeln sollte man eine Lungenfibrose, wenn durch die Vermehrung des Bindegewebes in der Lunge eine Einschränkung der Lungenfunktion droht oder sich schon entwickelt hat. Durch eine Spiegelung der Bronchien (Bronchoskopie) lassen sich auch Angaben zur Aktivität des Krankheitsprozesses machen, so dass diese Untersuchung bei der Entscheidung zur Therapie mithelfen kann.

Welche Therapie ist sinnvoll?
Entsprechend der zahlreichen Ursachen der Fibrose ist auch die Therapie sehr unterschiedlich. Bei Erkrankungen durch Allergien, z. B. durch Kontakt mit Tauben, ist die Aufgabe des Hobbys und Vermeidung von weiterem Allergenkontakt die entscheidende Maßnahme. Sofern eine eindeutige Ursache für die Erkrankung nicht gefunden wird, ist häufig eine Behandlung mit Kortisontabletten erforderlich, um ein Fortschreiten zu verhindern.

Die Therapie wird dabei am Verlauf der Lungenfunktion und den Änderungen des Röntgenbildes ausgerichtet. Sie geht meist über mindestens 6 Monate, zuweilen ist aber auch eine niedrig dosierte Dauertherapie erforderlich.
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