Schlafmedizin
Schlafapnoesyndrom



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Beim Schlafapnoesyndrom erschlafft die Rachenmuskulatur
im Schlaf so ausgeprägt. dass
die Atemwege im Rachenbereich kollabieren und die Atmung
stoppt.

Hilfe bringt eine moderate Über-

druckbeatmung, die die Atem-
wege offen hält (s. links).

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Schaubild 1


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Schaubild 2


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(Schaubild 1 und 2) Beispielhaft dargestellt sind 2 Patienten mit obstruktivem Schlafapnoesyndrom, der Atemfluß (oberste Kurve) pausiert in regelmässigen Abständen, während die Brustkorbatmung (Thorax) anfangs vergeblich durch Atembewegungen versucht, den Verschluss der Atmung im Rachenbereich zu überwinden. Die Sauerstoffsättigung (SgO2) fällt wegen der wiederholten Atemstillstände rhythmisch ab, hier extrem tief bis auf 51% Sauerstoffsättigung.

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Oben: Zwei moderne Systeme für die CPAP Behandlung, links im Bild ohne Maske

Links: Unsere Vitrine mit verschiedenen Beatmungssystemen

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Körperliche Folgen eines Schlafapnoe-Syndroms:
Der Mangel an erholsamen Schlaf und der wiederkehrende nächtliche Sauerstoffmangel haben aber oft noch weitere ernsthafte Folgen für den Körper:


morgendliche Kopfschmerzen, wiederkehrende Schweißausbrüche, Bluthochdruck, Verdickung der Muskulatur der rechten Herzkammer, Herzrhythmusstörungen und in der Folge ein erhöhtes Risiko für nächtliche Schlaganfälle und den plötzlichen Herztod. Tatsächlich ist die Lebenserwartung bei einem nicht erkannten oder nicht behandeltem Schlafapnoe-Syndrom um viele Jahre eingeschränkt.

Therapie:
Die Therapiemöglichkeiten sind auch bei ausgeprägten Krankheitszuständen gut. Ähnlich wie eine Kurzsichtigkeit durch eine Brille korrigiert werden kann, werden die Symptome des Schlafapnoesyndroms durch ein geeignetes technisches Gerät behoben. Durch eine nächtliche Maskenbeatmung mit einem leichten Überdruck wird langfristig verhindert, daß die Rachenmuskulatur zusammenfallen kann. Die Therapie verfolgt folgende Ziele:

1.

Normalisierung der Lebenserwartung durch Schutz vor der krankheitsbedingten verfrühten Sterblichkeit.

2.

Besserung von Folgekrankheiten wie z. B. Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen.

3.

Normalisierung der Leistungsfähigkeit tagsüber durch Besserung der Tagesmüdigkeit. Viele Menschen mit einem Schlafapnoe-Syndrom sind dabei so an ihre eingeschränkte Leistungsfähigkeit gewöhnt, dass sie erst nach Beginn einer entsprechenden Therapie bemerken, wie leistungsfähig sie eigentlich sein können.

Das können Sie bei einem Schlafapnoe-Syndrom selbst tun:

  • Falls die Untersuchungen bei Ihnen ergeben hat, daß Sie eine nächtliche Maskenbeatmung benötigen, benutzen Sie das Gerät jede Nacht. Nehmen Sie es in den Urlaub oder auf Reisen mit.

  • Halten Sie die empfohlenen Kontrolltermine zur Überprüfung der Gerätewirksamkeit ein. Diese können ambulant durchgeführt werden. Kontrolluntersuchungen werden nach der Ersteinstellung (in der Regel in einem Schlaflabor mit Aufenthalt über 3 Tage) nach ca. 3 - 6 Monaten und später in ca. jährlichem Abstand durchgeführt. Verschlechterungen des Krankheitsverlaufes oder Funktionsstörungen des Gerätes können so frühzeitig erkannt werden.